07.10.2019

Vorbereitungen für Neubau Haus Heimberg

Vorbereitungen für Neubau Haus Heimberg

Erste Vorboten auf dem Gelände an der Kapellenstraße kündigen den künftigen Neubau des Seniorenzentrums Haus Heimberg an. Nach den archäologischen Ausgrabungen folgt im nächsten Frühjahr der Spatenstich.

In den vergangenen Wochen haben Archäologen vom Landesdenkmalamt das Grundstück am Heimberg in Tauberbischofsheim auf archäologische Reste im Boden untersucht. Hintergrund sind die an vielen Stellen im Taubertal auftretenden Reste von Siedlungen aus keltischer Zeit. "Die Archäologen haben inzwischen ihre Grabungen abgeschlossen und wir warten nun gespannt auf die Ergebnisse", betont Dr. Antonia Büchner, Kaufmännische Direktorin der Seniorenzentren der BBT-Gruppe in der Region Tauberfranken-Hohenlohe.
Damit beginnen nun die nächsten Schritte für das große Neubauprojekt in Tauberbischofsheim: Unterhalb des bisherigen Gebäudes von Haus Heimberg soll in den kommenden zweieinhalb Jahren ein neues zukunftsweisendes Seniorenzentrum entstehen, das älteren Menschen aus TBB und Umgebung ein Älterwerden in Sicherheit und Geborgenheit und mit allen Annehmlichkeiten modernen Wohnens bietet. "Der sehr ansprechende Entwurf der Architekten Sander Hofrichter nimmt alle Anforderungen an ein modernen Seniorenzentrums auf und bindet die Umgebung am Heimberg hervorragend in das Gesamtkonzept ein", erläutert Dr. Büchner. Sowohl der Bereich der stationären Pflege  als auch die Appartements für das betreute Wohnen finden jeweils in einem separaten Gebäude Platz, die durch einen gemeinsamen großzügigen und multifunktionellen Eingangsbau von der Kapellenstraße aus erschlossen werden. Von diesem gemeinsam genutzten Foyer gelangt man ebenerdig zu den Pflegestationen, der Verwaltung, der Cafeteria sowie dem betreuten Wohnen. Auf Höhe der Straße ist außerdem ein eigener Zugang zu der Tagespflege mit einem kleinen Vorplatz geplant.

Einbindung in die Natur
Große Bedeutung hat die Einbindung der Natur: Die Hanglage mit einem Höhenunterschied von insgesamt 13 Metern machten sich die Architekten zunutze und entwickelten parallel zu den Gebäuden und dem Parkplatz eine terrassierte Vorgartenzone, die in einem gemeinsamen Vorplatz mündet. So entsteht ein charakteristischer Auftakt zur Anlage. Mit integrierten Rampen werden die Gärten barrierefreie zugänglich. Die Baukörper folgen in dem Entwurf ebenfalls dem Hangverlauf. So ergibt sich eine Höhenstaffelung der Gebäude mit einem Gründach harmonisch zu den terrassierten Außenbereichen. Der Entwurf nutzt außerdem die Hanglage um den Bewohnern der Appartements eine schöne Aussicht ins Taubertal zu öffnen.

60 betreute Wohnungen
Im betreuten Wohnen sind 9 Einzimmer-Wohnungen mit jeweils ca. 40 m², 45 Zweizimmer-Wohnungen mit je ca. 52 - 68 m² und 6 Dreizimmer-Wohnungen mit je ca. 70 m² auf vier Wohnebenen verortet. Insgesamt werden 60 Betreute Wohnungen zur Vermietung entstehen. Jede Wohnung hat eine gut nutzbare eingezogene Loggia. Bodentiefe Fenster lassen viel Tageslicht in die Räume.
Das Pflegeheim ist L-förmig angelegt, im Schnittpunkt liegen die gemeinsame Haupterschließung, die Aufenthaltsbereiche und der Stützpunkt als zentraler Anlaufpunkt. Auf drei Etagen befinden sich je zwei Pflegebereiche mit je 15 Zimmern. Ein spezieller Demenz-Garten ist ebenerdig zugänglich.

Atmosphäre der Sicherheit und Geborgenheit
"Bei unserer Ausschreibung war ein zentrales Kriterium, schon durch die Architektur eine Atmosphäre der Sicherheit und Geborgenheit für unsere Bewohner zu vermitteln. Die hellen, geräumigen Zimmer und Wohnungen in den einzelnen Wohnbereichen sind auf jedem Stock durch großzügige Aufenthaltsbereiche verbunden und schaffen so täglich Möglichkeiten zur Begegnung, zur Kommunikation und für gemeinsame Aktivitäten. Die Einbindung der Natur und der Hanglage ist in dem Entwurf von Sander-Hofrichter besonders gut gelungen. Gerade für Menschen in unserer ländlichen Region ist dieses unmittelbare Erleben der Natur im Jahreslauf besonders wichtig und trägt dazu bei, dass sich die Bewohner hier zuhause fühlen können", betont BBT-Regionalleiter Thomas Wigant.

90 Plätze für stationäre Pflege
Insgesamt entstehen mit dem neuen Seniorenzentrum 90 Plätze für die stationäre Pflege, 60 Appartements für betreutes Wohnen und 30 Plätze für die Tagespflege. "Hier können wir unser Konzept eines zentralen Seniorenzentrums umgeben von den kleineren Seniorenzentren in Distelhausen und Grünsfeld optimal umsetzen", betont Dr. Büchner. Das neue Haus Heimberg hält die zentralen Verwaltungs- und Wirtschaftsdienste für den gesamten Seniorenbereich vor, aber auch spezielle pflegerische Leistungen wie zum Beispiel Geronto-, Palliativ Care-, Wundfachkräfte und Mentoren sowie Praxisanleiter. "Damit können wir  für die Menschen in Tauberbischofsheim eine Umgebung schaffen, in der sich die  Bewohner/ innen als kompetent und selbständig erleben und sich emotional geborgen fühlen. Die Menschen können hier in ihrem gewohnten Umfeld nahe der Familie und dem Freundeskreis zu Hause sein."
Der Bauantrag wurde inzwischen eingereicht und zurzeit wird die Ausschreibung für einen Generalübernehmer vorbereitet. Im Frühjahr 2020 soll dann der Spatenstich erfolgen. Im Frühjahr 2022 soll der Neubau fertiggestellt sein. Die geplanten Kosten belaufen sich auf etwa 31 Mio. €.