01.04.2018
Christian Knittel ist neuer Pflegedirektor
„Geleitet von einem christlichen Menschenbild fachkompetente Pflege- und Betreuungsteams kollegial und kooperativ führen“ – das ist der Wunsch von Christian Knittel, dem neuen Pflegedirektor der Seniorenzentren Haus Heimberg (Tauberbischofsheim), St. Hannah (Distelhausen) und St. Barbara (Grünsfeld). Seit 1. April komplettiert der aus Sachsen stammende 35-Jährige das dreiköpfige Direktorium um die Kaufmännische Direktorin Dr. Antonia Büchner und den stellv. Hausoberen Michael Raditsch.
Dass er seinem Idealbild des Berufs in den Seniorenzentren der Gesundheitsholding Tauberfranken nahe kommt, hat Knittel sofort gemerkt: "Ich wurde sehr herzlich empfangen - von Mitarbeitenden wie Senioren. Man merkt sofort, dass es sich um christlich getragene Senioreneinrichtungen handelt, in denen man miteinander spricht, diskutiert und entscheidet statt von oben herab etwas aufgedrückt zu bekommen. Das sind beste Voraussetzungen für meine Aufgaben als Pflegedirektor." Es dürfe keinesfalls darum gehen, Bewohner, Angehörige oder Mitarbeitende wie am Fließband abzufertigen, sondern man müsse sich mit ihren Bedürfnissen individuell auseinanderzusetzen. Knittel weiter: "Senioren müssen in Würde altern können, Angehörige müssen ihre Familienmitglieder gut aufgehoben wissen und Pflegekräfte müssen sich nach ihren Interessensschwerpunkten weiterbilden können. Für all das ist natürlich immer eine ausreichende Zahl an qualifiziertem Personal in der Pflege notwendig. Alles Punkte, mit denen ich mich in den kommenden Monaten intensiv auseinandersetzen werde."
Mit ebenso
großem Engagement, wie Christian Knittel in den GHTF-Seniorenzentren seine
Stelle als Pflegedirektor angetreten hat, ist er auch in seine Berufslaufbahn
im Gesundheitswesen gestartet. Und das, obwohl er eigentlich Elektriker werden
wollte. "Ich habe meinen Zivildienst im Sächsischen
Gemeinschafts-Diakonissenhaus Zion inklusive Altenpflegeheim geleistet und die
Arbeit war derart erfüllend, dass ich mich bereits nach wenigen Wochen
entschieden habe, Gesundheits- und Krankenpfleger zu werden", erzählt Knittel.
Aus beinahe 400 Bewerbern wurden 65 für die Ausbildung an der
Universitätsklinik Würzburg ausgewählt - er war darunter. "Ich war während der
drei Jahre sowohl im ambulanten Pflegedienst als auch auf insgesamt zwölf
Stationen im Einsatz und bekam viel Zuspruch, dass ich die richtige Berufswahl
getroffen hatte."
Als examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger führte Christian Knittels Weg zunächst in die Asklepios Schlossbergklinik im hessischen Bad König. Dort habe er miterlebt, welchen Ausschlag Fachkräftemangel - damals handelte es sich um Ärzte, heute um Pflegende - für die Betreuung von Patienten und die eigene Arbeitsleistung ausmacht. "Diese Erfahrung hat mich animiert, etwas im System ändern zu wollen. Also habe ich ein Bachelor-Studium im Bereich Pflege- und Gesundheitsmanagement in Würzburg begonnen", erklärt Knittel seine Motivation zur Weiterbildung. Studienbegleitend hat er an der Rotkreuzklinik Würzburg weiterhin in der Pflege gearbeitet; das gab er auch nicht auf, als er zwischen 2012 und 2014 im dortigen Medizincontrolling tätig war, dessen Bereichsleitung Knittel nach wenigen Monaten übernahm. Schließlich nahm er eine geteilte Stelle - einerseits als Pflegedienstleitung, andererseits als Stationsleitung - im Krankenhaus Markt Werneck an. "Ich habe die Arbeit geliebt, saß aber immer irgendwie zwischen den Stühlen. Einerseits stand ich als Pflegedienstleiter allen Stationen vor, andererseits war ich aber als Stationsleitung auch Kollege. Bei meiner neuen Aufgabe in den Seniorenzentren der Gesundheitsholding wird das anders sein", ist sich Knittel sicher. Auch freue er sich darauf, wieder deutlich mehr Zeit für die Familie zu haben.
Christian
Knittel lebt mit seiner Frau, die als Gesundheits- und Krankenpflegerin
arbeitet, und seinen beiden Kindern in Marktbreit. Seine Freizeit verbringt er
am liebsten mit seinen Lieben. Außerdem fährt der 35-Jährige gern Mountainbike
querfeldein und ist ehrenamtlich in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit
tätig. (jap)

