Grundstein für Seniorenzentrum Distelhausen gelegt
Menschen hinterlassen Spuren – unter diesem Motto sind am 30. Mai etwa 100 Anwohner, geladene Gäste und Mitarbeitende zur Grundsteinlegung des neuen Seniorenzentrums St. Hannah in Distelhausen zusammengekommen. Untermalt wurde die Zeremonie von einem großen Aufgebot der Musikkapelle Distelhausen. Die Grundsteinlegung war nach dem Spatenstich Mitte März ein weiterer Meilenstein für das Millionenprojekt. Im Frühherbst 2017 soll das Haus bezugsbereit sein.
Noch lassen
die Fundamente und die große Grundplatte erst erahnen, was auf dem Areal am
Ortseingang von Distelhausen entstehen soll. Doch in den Köpfen der
Verantwortlichen der BBT-Gruppe ist das Ziel, das mit dem neuen Bauvorhaben verknüpft
ist, schon sehr real: hier sollen ältere
und pflegebedürftige Menschen aus Distelhausen und der Region ein familiäres
Zuhause finden. In einer Feierstunde wurde am 30. Mai dafür gemeinsam mit rund 100 Anwohnern,
geladenen Gäste und Mitarbeitenden aus den Seniorenzentren der Gesundheitsholding
Tauberfranken der Grundstein gelegt.
Auf knapp
2400 Quadratmetern sollen hier 30 stationäre Pflegeplätze und acht betreute
Wohnungen bis zu einer Größe von 63 Quadratmetern entstehen - alle ausgestattet mit eigenem Bad sowie
eigenem Balkon oder Terrasse. Rund 4,7 Millionen Euro investiert die
Gesundheitsholding Tauberfranken in den Neubau im Parkgelände neben dem
Kreismedienzentrum. Nach dem Seniorenzentrum St. Barbara in Distelhausen ist es
der zweite Neubau eines Seniorenzentrums in einer kleineren Gemeinde rund um die
Zentrale Haus Heimberg in Tauberbischofsheim. Zusammen mit dem Landkreis und dem
Caritasverband habe man sich auf den Weg gemacht, damit Menschen dort, wo sie
ihre Familien und sozialen Kontakte haben,
in Würde alt werden können - eingebunden in die dörfliche Gemeinschaft",
sagte der Geschäftsführer der BBT-Gruppe Andreas Latz: "An einer tollen Lokalität in einem tollen
Ort entsteht so etwas für die Menschen, für die wir uns als BBT verantwortlich
fühlen - die Senioren."
"Unser neues
Seniorenzentrum soll eine Atmosphäre von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln - durch fachlich kompetente und
liebevolle Pflege", warf auch die
Einrichtungsleiterin Silvia Müller einen Blick in die Zukunft. "Es soll unseren
Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit geben, ihren aktuellen
Lebensabschnitt anhand ihrer Träume und Wünsche weitest möglich selbst zu
gestalten."
Auch ein passender Name für das neue Seniorenzentrum ist schon gefunden: Benannt wird das Haus nach der heiligen Hannah, der einzigen Prophetin, die das Neue Testament erwähnt. Sie war laut Bibel als 84-Jährige bei der Beschneidung Jesu' im Tempel anwesend und verkündete anschließend die frohe Botschaft. "Sie trotzte schlichtweg der gesellschaftlichen Isolation welche die damalige Zeit für eine alte Frau und kinderlose Witwe vorgesehen hatte, und nahm stattdessen als starke, rüstige Seniorin aktiv am Leben teil", erläuterte der Regionalleiter Thomas Wigant die Namenswahl. Dadurch sei sie für das Seniorenzentrum in Distelhausen als Schutzheilige eine wegweisende Wahl. Schon im Herbst 2017 sollen die ersten Senioren unter diesem Patronat in den Neubau einziehen.

